TU Berlin: Kühl im Sommer, warm im Winter

Gute Nachricht für den Sommer: Bei der Klimatisierung von Gebäuden durch einen stärkeren Einsatz von Kältegeräten sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität Berlin einen großen Schritt vorangekommen. 2010 haben sie im Rahmen des Forschungsvorhabens "Energieeffiziente Wärme- und Kältenetze" (EnEff Wärme) eine Absorptionskältemaschine vom Typ FM 50-2 (AKA) zur Kühlung eines Bürokomplexes der Vattenfall Europe-Liegenschaft installiert. In der Heizsaison 2017/2018 konnten nun relevante und damit kosten- und energiesparende Kühleffekte festgestellt werden.

Im Jahr 2017 wurde die Absorptionskältemaschine AKA zur Demonstration der erweiterten Fernwärmeauskühlung und Gebäudebeheizung im Heizbetrieb umgebaut. Erste Betriebsergebnisse der Heizsaison 2017/2018 zeigen eine Auskühlung der Fernwärme-Netzrücklauftemperatur von bis zu 50 Kelvin bei Deckung der anliegenden Heizlast. Das hat kostensparende Auswirkungen. Für den Grundpreis der Endkunden, den sogenannten volumenstrombezogenen Bereitstellungspreis, ließen sich damit die Bereitstellungskosten um 0,5 bis 1,0 Cent (brutto) je Liter pro Stunde senken. Die Investition für ein Wärmewandlersystem refinanziere der Kunde so aus den vermiedenen Energiekosten, erklären die Wissenschaftler.

Umgesetzt wurde dieses Vorhaben im Rahmen einer Projektpartnerschaft. Beteiligt waren der Energieversorger Vattenfall Europe Berlin AG & Co. KG (Projektkoordinator und Anwender), die Forschungseinrichtungen TU Berlin, Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Felix Ziegler, die TU Dresden sowie das Institut für Luft- und Kältetechnik gemeinnützige Gesellschaft mbH ILK Dresden, die Wirtschafts-Organisation BTGA und der Energieeffizienzverband AGFW.

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